Goldschmuck geerbt – verkaufen, behalten oder schätzen lassen?
Ein Schmuckkästchen, einige alte Ringe, eine Goldkette, eine Brosche oder vielleicht eine Golduhr: Nach einer Erbschaft tauchen nicht selten Schmuckstücke auf, deren tatsächlicher Wert völlig unbekannt ist.
Manches Stück besitzt einen hohen persönlichen Erinnerungswert. Anderes lag möglicherweise jahrzehntelang ungetragen in einer Schublade. Und manchmal stellt sich erst bei genauerer Prüfung heraus, dass sich unter vermeintlichem Modeschmuck echtes Gold befindet.
Doch was sollte man mit geerbtem Goldschmuck tun?
Behalten, verkaufen oder zunächst fachkundig prüfen lassen?
Die wichtigste Empfehlung lautet: Treffen Sie keine vorschnelle Entscheidung. Gerade bei älterem Schmuck lohnt es sich, zunächst festzustellen, womit man es tatsächlich zu tun hat.
Nicht alles, was alt aussieht, ist wertlos
Alter Schmuck wird häufig unterschätzt.
Eine beschädigte Kette, ein einzelner Ohrring oder ein Ring, der längst nicht mehr dem heutigen Geschmack entspricht, kann dennoch einen beträchtlichen Materialwert besitzen.
Für den Goldwert ist es grundsätzlich unerheblich, ob ein Schmuckstück:
- beschädigt oder verbogen ist,
- nicht mehr getragen wird,
- aus der Mode gekommen ist,
- eine Gravur besitzt,
- aus mehreren unterschiedlichen Schmuckteilen besteht oder
- seit Jahrzehnten in einer Schublade liegt.
Entscheidend sind vor allem Gewicht und Feingehalt des enthaltenen Goldes.
Bei bestimmten Schmuckstücken können darüber hinaus Hersteller, Herkunft, Alter, Gestaltung oder Seltenheit eine Rolle spielen. Deshalb sollte insbesondere ungewöhnlicher, sehr alter oder hochwertig gearbeiteter Schmuck nicht vorschnell ausschliesslich als Altgold betrachtet werden.
Was bedeuten 375, 585 oder 750 auf Goldschmuck?
Auf vielen Schmuckstücken befindet sich eine kleine Zahl, häufig an einer eher unauffälligen Stelle wie dem Verschluss einer Kette oder auf der Innenseite eines Rings.
Typische Angaben sind beispielsweise:
375 – 585 – 750 – 916 – 999
Diese Zahlen geben den Anteil des reinen Goldes in Tausendteilen an.
Beispiele:
375 Gold
= 37,5 % Feingold
585 Gold
= 58,5 % Feingold
750 Gold
= 75 % Feingold
916 Gold
= 91,6 % Feingold
999 Gold
= nahezu reines Feingold
Ein Schmuckstück aus 750er Gold besteht somit zu drei Vierteln seines Metallgewichtes aus Feingold.
Die übrigen Bestandteile einer Goldlegierung können beispielsweise Silber, Kupfer oder andere Metalle sein. Durch unterschiedliche Legierungen entstehen auch die verschiedenen Goldfarben wie Gelbgold, Rotgold oder Weissgold.
Kein Stempel vorhanden – trotzdem echtes Gold?
Ja, durchaus.
Besonders bei älterem Schmuck kann eine Punze sehr klein, abgenutzt oder nur schwer auffindbar sein. Bei repariertem oder verändertem Schmuck kann sie ebenfalls fehlen.
Ein fehlender Feingehaltsstempel bedeutet deshalb nicht automatisch, dass es sich um unechten Schmuck handelt.
Umgekehrt ist auch eine eingeprägte Zahl allein noch kein zweifelsfreier Echtheitsnachweis.
Im Zweifelsfall muss das Material fachgerecht geprüft werden.
Bei Goldankauf Sursee können auch Schmuckstücke ohne eindeutig erkennbare Feingehaltsangabe geprüft werden. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob und in welchem Umfang tatsächlich Gold enthalten ist.
Was ist geerbter Goldschmuck wert?
Der Wert hängt zunächst wesentlich von drei Faktoren ab:
1. Gewicht
Je höher das relevante Goldgewicht, desto höher ist grundsätzlich der Materialwert.
2. Feingehalt
Ein Gramm 750er Gold enthält deutlich mehr Feingold als ein Gramm 375er Gold.
3. Aktueller Goldkurs
Gold wird international gehandelt und sein Preis verändert sich laufend. Deshalb kann sich auch der Wert eines Schmuckstückes verändern.
Eine seriöse Bewertung orientiert sich daher am aktuellen Goldkurs zum Zeitpunkt der Begutachtung beziehungsweise des Ankaufes.
Ein einfaches Beispiel
Angenommen, eine geerbte Goldkette wiegt 30 Gramm und besteht aus 750er Gold.
Der theoretisch enthaltene Feingoldanteil beträgt:
30 Gramm × 0,750 = 22,5 Gramm Feingold
Diese 22,5 Gramm bilden zusammen mit dem aktuellen Goldkurs eine wichtige Grundlage für die Berechnung des Materialwertes.
Bei Schmuck mit Fremdmaterialien, Steinen, Federn, Verschlüssen oder anderen Bestandteilen kann das tatsächliche Edelmetallgewicht entsprechend abweichen.
Schmuck mit Edelsteinen nicht einfach nach Gesamtgewicht verkaufen
Besondere Aufmerksamkeit verdient Schmuck mit gefassten Steinen.
Denn das Gesamtgewicht eines Rings oder Anhängers entspricht selbstverständlich nicht automatisch dem Gewicht des darin enthaltenen Goldes.
Grössere Steine können zudem einen eigenen Wert besitzen.
Goldankauf Sursee bewertet und kauft Edelsteine und Perlen grundsätzlich nicht an.
Bei Schmuckstücken mit möglicherweise wertvollen Edelsteinen empfiehlt es sich deshalb gegebenenfalls, diese zusätzlich von einem darauf spezialisierten Fachbetrieb beziehungsweise Gemmologen beurteilen zu lassen.
Damit wird verhindert, dass ein möglicherweise interessanter Stein lediglich als Bestandteil eines Goldschmuckstückes betrachtet wird.
Auch kaputter Goldschmuck kann wertvoll sein
Eine gerissene Goldkette?
Ein einzelner Ohrring?
Ein verbogener Ring?
Ein Armband mit defektem Verschluss?
Für den Goldwert spielt der Zustand solcher Stücke häufig nur eine untergeordnete Rolle.
Gerade in Nachlässen finden sich immer wieder kleine Einzelteile, die über Jahre hinweg aufgehoben wurden. Zusammengenommen kann daraus ein überraschender Wert entstehen.
Deshalb lohnt es sich, auch vermeintlich unbedeutende Stücke zur Prüfung mitzubringen.
Vorsicht bei Golduhren
Eine alte Golduhr sollte nicht automatisch als gewöhnliches Altgold behandelt werden.
Neben dem Goldgehalt des Gehäuses können beispielsweise Hersteller, Modell, Werk, Alter, Seltenheit und Erhaltungszustand interessant sein.
Bei bestimmten Uhren kann der mögliche Sammler- oder Uhrenwert deutlich über dem reinen Metallwert liegen.
Deshalb sollte eine ältere hochwertige Golduhr vor einem Verkauf immer als Ganzes betrachtet werden.
Goldmünzen im Nachlass niemals ungeprüft als Altgold verkaufen
Besonders wichtig ist dieser Punkt bei geerbten Münzen.
Goldvreneli, historische Goldmünzen, Dukaten, französische Francs, deutsche Goldmark, Sovereigns oder andere ältere Goldmünzen besitzen selbstverständlich einen Goldwert.
Aber:
Eine Goldmünze kann wesentlich mehr wert sein als das darin enthaltene Gold.
Entscheidend können unter anderem sein:
- Jahrgang,
- Münzstätte,
- Auflage,
- Seltenheit,
- Erhaltungszustand,
- Variante,
- aktuelle Nachfrage und
- historische beziehungsweise numismatische Bedeutung.
Gerade bei Münzen aus einem Nachlass sollte daher zunächst geprüft werden, ob ein Sammlerwert vorhanden ist.
Münzen Borchert / Goldankauf Sursee verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Münzen und Numismatik. Goldmünzen und Münzsammlungen werden deshalb nicht automatisch ausschliesslich nach ihrem Metallwert beurteilt.
Muss geerbter Schmuck vor der Bewertung gereinigt werden?
In der Regel nicht.
Eine aufwendige Reinigung ist für die Ermittlung des Goldwertes nicht erforderlich.
Bei antikem, historischem oder möglicherweise sammelwürdigem Schmuck kann eine aggressive Reinigung sogar unerwünscht sein.
Am besten werden die Stücke einfach in dem Zustand vorgelegt, in dem sie sich befinden.
Alte Schachteln und Unterlagen aufbewahren
Wenn sich zu einem geerbten Schmuckstück noch Originalschachteln, Rechnungen, Zertifikate oder andere Unterlagen finden, sollten diese nicht entsorgt werden.
Sie können Hinweise auf:
- Hersteller,
- Goldschmied,
- Kaufdatum,
- Herkunft,
- Material,
- Edelsteine oder
- ursprüngliche Ausführung
liefern.
Bei gewöhnlichem Altgold haben solche Unterlagen möglicherweise keinen Einfluss auf den Materialwert. Bei hochwertigem Marken-, Designer- oder historischem Schmuck können sie jedoch interessant sein.
Alles gemeinsam prüfen lassen
Bei einem Nachlass empfiehlt es sich häufig, nicht bereits zu Hause vermeintlich wertvolle und wertlose Stücke endgültig auszusortieren.
Bringen Sie im Zweifel lieber auch Gegenstände mit, bei denen Sie sich nicht sicher sind.
In alten Schmuckkästchen befinden sich beispielsweise immer wieder:
- Goldringe,
- Ketten,
- Armbänder,
- Broschen,
- Manschettenknöpfe,
- einzelne Ohrringe,
- Anhänger,
- Golduhren,
- Goldvreneli,
- Goldmünzen,
- Medaillen oder
- kleine Goldteile.
Nicht immer lässt sich mit blossem Auge erkennen, welches Material tatsächlich vorliegt.
Goldschmuck aus einem Nachlass bei Goldankauf Sursee prüfen lassen
Wer Goldschmuck geerbt hat und dessen Wert nicht kennt, kann die Stücke bei Goldankauf Sursee / Münzen Borchert unverbindlich prüfen lassen.
Dabei werden Goldschmuck und andere Edelmetallgegenstände fachkundig auf Echtheit und Feingehalt untersucht und auf einer geeichten Waage gewogen.
Anschliessend erhalten Sie eine nachvollziehbare Einschätzung beziehungsweise eine Ankaufsofferte auf Grundlage des aktuellen Wertes.
Ob Sie verkaufen möchten, entscheiden selbstverständlich Sie.
Eine Beratung beziehungsweise Ankaufsofferte verpflichtet Sie nicht zum Verkauf.
Gerade bei einem Nachlass kann dies hilfreich sein: Sie erhalten zunächst einen Überblick darüber, welche Stücke tatsächlich einen materiellen Wert besitzen und können danach in Ruhe entscheiden, was Sie behalten und was Sie verkaufen möchten.
Erinnerungsstück oder Goldwert?
Nicht jeder geerbte Ring sollte verkauft werden.
Manchmal ist ein Schmuckstück finanziell vielleicht gar nicht aussergewöhnlich wertvoll, besitzt für die Familie aber einen grossen emotionalen Wert.
Diesen Wert kann kein Goldkurs bestimmen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, einen Nachlass zunächst in drei Gruppen aufzuteilen:
Erinnerungsstücke
Schmuck und Gegenstände, die innerhalb der Familie behalten werden sollen.
Unklare Stücke
Gegenstände, deren Material oder Wert zunächst festgestellt werden sollte.
Zum Verkauf bestimmte Stücke
Schmuck, Münzen oder Edelmetalle, für die innerhalb der Familie keine weitere Verwendung besteht.
So lässt sich eine Entscheidung wesentlich entspannter treffen.
Unser Tipp
Wer Goldschmuck, Münzen oder eine kleine Sammlung erbt, sollte sich nicht unter Verkaufsdruck setzen lassen.
Zuerst prüfen – dann entscheiden.
Eine fachkundige Einschätzung schafft Klarheit über den tatsächlichen Wert und verhindert insbesondere bei Münzen, Golduhren oder ungewöhnlichen Schmuckstücken, dass interessante Objekte vorschnell nur zum reinen Materialwert abgegeben werden.
Häufige Fragen zu geerbtem Goldschmuck
Kann ich auch beschädigten Goldschmuck verkaufen?
Ja. Auch gerissene Ketten, verbogene Ringe, einzelne Ohrringe und andere beschädigte Goldteile besitzen entsprechend ihrem Goldgehalt einen Materialwert.
Was bedeutet 750 auf einem Ring?
Die Zahl 750 bedeutet, dass die verwendete Goldlegierung zu 750 Tausendteilen beziehungsweise 75 Prozent aus Gold besteht.
Ist Gold ohne Stempel wertlos?
Nein. Auch Schmuck ohne sichtbare Punze kann echtes Gold enthalten. Der Feingehalt muss dann fachgerecht geprüft werden.
Sollte ich alten Goldschmuck vor dem Verkauf reinigen?
Für die Feststellung des Goldwertes ist eine vorherige Reinigung normalerweise nicht notwendig.
Werden Edelsteine ebenfalls angekauft?
Goldankauf Sursee bewertet und kauft Edelsteine und Perlen nicht an. Bei möglicherweise wertvollen Steinen empfiehlt sich eine separate fachkundige Beurteilung.
Kann ein Goldvreneli mehr wert sein als sein Gold?
Ja. Bei Goldmünzen können Jahrgang, Erhaltung, Seltenheit und Nachfrage einen zusätzlichen Sammlerwert begründen. Deshalb sollten Münzen vor einem Verkauf fachkundig geprüft werden.
Muss ich nach einer Bewertung verkaufen?
Nein. Eine Einschätzung beziehungsweise Ankaufsofferte bedeutet nicht, dass Sie Ihre Wertgegenstände verkaufen müssen.
Goldschmuck geerbt? Wir helfen Ihnen bei der Einschätzung
Sie haben Goldschmuck, Goldmünzen, Goldvreneli oder andere Edelmetallgegenstände geerbt und wissen nicht, welchen Wert diese besitzen?
Goldankauf Sursee / Münzen Borchert unterstützt Sie bei der fachkundigen Einschätzung Ihrer Wertgegenstände.
Transparent, diskret und nachvollziehbar.
So wissen Sie, was Sie besitzen – und können anschliessend selbst entscheiden, ob Sie Ihre Erinnerungsstücke behalten oder einzelne Gegenstände verkaufen möchten.













