30. Juni 2025

Tscherwonez – russische Goldmünze

Der „Tscherwonez“ (russisch: червонец) war eine Goldmünze bzw. eine Währungseinheit in der Sowjetunion

die insbesondere in den 1920er-Jahren geprägt und genutzt wurde. Hier ein kurzer Überblick:

1. Allgemeines zum Tscherwonez (1923)

  • Material: Gold (900/1000)

  • Gewicht: ca. 8,6 g brutto, davon 7,74 g Feingold

  • Durchmesser: ca. 22,6 mm

  • Prägejahr: 1923 (ursprünglich); später auch Nachprägungen

  • Nennwert: 10 Rubel (aber meist nur mit „1 Tscherwonez“ bezeichnet)

  • Motiv Vorderseite: Landarbeiter mit Saatgut in der Hand („Säemann“) vor einer aufgehenden Sonne

  • Motiv Rückseite: Sowjetisches Staatswappen mit Schriftzug „СССР“ (UdSSR)

  • Ursprünglicher Zweck: Einführung einer stabilen Währung während der NEP-Phase zur Bekämpfung der Hyperinflation nach dem Bürgerkrieg

2. Varianten & Besonderheiten

  • Originalprägungen 1923: Sehr selten und numismatisch wertvoll.

  • Nachprägungen: Ab 1975 produzierte die UdSSR Neuprägungen der 1923er-Münze mit gleichem Motiv. Diese Nachprägungen sind weiter verbreitet und dienen oft als Anlagemünzen.

3. Sammler- oder Anlagewert

  • Original 1923: Sehr hoher Sammlerwert – Preise können mehrere Tausend Euro betragen, je nach Erhaltung.

  • Nachprägungen: Entsprechen dem Goldwert, ggf. mit geringem Sammleraufschlag (z. B. 400–600 € je nach Goldkurs).

4. Woran erkennt man eine Originalprägung?

  • Prägejahr 1923 auf der Münze.

  • Originale weisen feine Unterschiede in der Prägung auf, z. B. Linienführung, Randdetails.

  • Nachprägungen ab 1975 sind oft mit „копия“ („Kopie“) markiert, aber nicht immer.

  • Oft hilft nur eine genaue Expertise (z. B. durch einen Numismatiker oder Edelmetallhändler).

Themenverwandte Beiträge

Zu den Ankaufspreisen

Zum Edelmetallbegleitschreiben

Zum Goldrechner

Dubiose Goldankäufer

Vorsicht beim Goldverkauf

Gesetzliche Vorschriften

Keine Gewähr für die Richtigkeit der Kurse, Preise und Angaben.

In diesem Artikel:
Eine seltene russische Goldmünze
Auf social media teilen:
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram